Wie die Personalstruktur verbessern?

zuletzt aktualisiert: 21.8.2020 - - - - - zurück zur Themenauswahl -------> Link zurück zur Themenauswahl

Die wichtigste operative Aufgabe im täglichen Geschäft

Die richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz sind in den meisten Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg. Ein wesentlicher Teil der täglichen Arbeit ist es somit, kontinuierlich die Personalstruktur zu verbessern. Einen ganz besonderen Stellenwert erhält dies bei gewollten Strategie- Struktur- und / oder Kulturveränderungen. "Das, was ein Teamleiter im Vorfeld in seine Crew investiert, erhält er um ein Vielfaches zurück."  (Arved Fuchs)

Gründe für umfangreiche Personalstrukturmaßnahmen können zum Beispiel sein:

Ob umfangreiches Programm oder kontinuierliche Strukturverbesserungen, die Methoden und Überlegungen, was zu beachten ist, sind die gleichen. In jedem Falle hilft wiederum einfach verständliche Kommunikation. Trotz möglicher Härtefälle werden dadurch die Maßnahmen eher akzeptiert.

"Das Management ist die schöpferischste aller Künste. Es ist die Kunst, Talente richtig einzusetzen." (McNamara)

Im Einzelfall

Bei deutlichen Problemen mit einem Mitarbeiter diesen gezielt nach gehen. Mit Änderungen nicht zu lange warten. Es wird ansonsten immer teurer. Zunächst offen die Probleme konkret anhand von gemeinsam erlebten Beispielen (das wird eher akzeptiert) ansprechen, die Reaktion anhören und Chance zur Verbesserung geben. Weiteres klares Vorgehen abstimmen. So lässt sich ein Austausch vielleicht vermeiden.

Wenn eine Neubesetzung dennoch erforderlich wird, frühzeitig interne oder externe Alternativen prüfen. Die qualifizierte Suche bis zu einem guten Ersatz dauert unter Umständen mehrere Monate.

Job Rotation kann vieles bewirken, nicht nur der richtige Mitarbeiter am richtigen Platz: Es gibt dem jeweiligen einen besseren Überblick, neue Perspektiven, neue interdisziplinäre Ideen und kann ein Schlüssel zu Innovationen sein (Produkte, Abläufe), Verbesserung der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit. Silokarrieren hingegen führen oftmals in die Sackgasse.

Gute Mitarbeiter fördern und weiter vermitteln kann sich lohnen, auch wenn sie der eigenen Organisation verloren gehen sollten. Sie machen Werbung bei Kunden und fördern die Zusammenarbeit. Es kann auch helfen, um wieder gute Mitarbeiter zu bekommen, da diese erkennen, dass sie nicht blockiert, sondern gefördert werden.

"Workaholic" heißt nicht unbedingt "besonders produktiv". Es kann andere demotivieren.

Übergangszeit neuer und alter Chef: Dem Neuen überlassen, wie lange die Einarbeitung dauern sollte. So kurz wie möglich, die Mitarbeiter sind ja noch da und kennen das Geschäft.

Umfangreichere Restrukturierungsmaßnahmen

„Die Treppe von  oben kehren“. Derjenige, der bei Neueinstellungen auswählt, muss das volle Vertrauen haben.

In einem Veränderungsprozess: Welche Mitarbeiter müssen geschult werden, welche haben Potential zu mehr? Welche opponieren, welche davon können überzeugt, welche müssen ausgetauscht werden?  Welche Mitarbeiter könnten bei besserer Führung mehr leisten?

Bei Kostenreduktionsprogrammen: Mitarbeiter auf den oberen Führungsebenen, die ihrer Aufgabe nicht gerecht werden, zuerst abbauen. Einerseits sind sie teuer, andererseits können sie bei Restrukturierungen erheblichen Schaden verursachen.

Bei größerer Personalreduktion: Mit dem Betriebsrat besprechen, wie eine soziale Auswahl vermieden werden kann, um zu verhindern, dass für das Unternehmen wertvolle Mitarbeiter verloren gehen. Das sollte im gegenseitigen Interesse sein. Die bleiben sollen, müssen schnell Bescheid wissen und Sicherheit haben. In solchen Phasen ist Kommunikation besonders wichtig (wer, warum, …).

Stäbe operativ machen,  z.B. Controlling vor Ort. Lediglich ein paar „Alte Hasen“ in der Zentrale behalten, die die Qualität vor Ort sicher stellen.

Mut zur Selbstkritik

Auch das gehört dazu. Warum? Das drücken am Besten diese Zitate aus:

Ganz gefährlich wird es:

Stattdessen braucht es Mut. Wenn es ehrlich gemeint ist, gilt normalerweise: "Man respektiert einen Mann wegen seiner Stärke. Aber lieben kann man ihn nur wegen seiner Schwäche." (Laetitia Bonaparte)