Wie am Besten abnehmen, sein Körpergewicht begrenzen?

zuletzt aktualisiert: 9.7.2020 - - - - - zurück zur Themenauswahl -------> Link zurück zur Themenauswahl

Im Kampf mit meinem Gewicht habe ich jetzt mehr als 50 Jahre Erfahrung. Zu Beginn ist es mir gelungen, mit Gewaltprogrammen wie der „Brigitte Diät“ (1000 Kalorien pro Tag statt der circa 2000 bis 2500 Kcal) nach etwa 3 Wochen 3-4 Kg ab zu nehmen Der Effekt war aber nach wenigen Monaten wieder verpufft. Immerhin kannte ich danach die Kalorieninhalte der gängigsten Lebensmittel.

Seit dem 16. Lebensjahr habe ich geraucht, im Laufe der Zeit über 30 Zigaretten pro Tag, dabei schrittweise immer stärkere ohne Filter. Nach dem ersten Abgewöhnen des Rauchens waren innerhalb von zwei Jahren 5 Kg mehr auf der Waage, nach Rückfall zum Rauchen aber nicht wieder weniger. Nachdem ich das dreimal durchlebt habe, war im Alter von 45 Jahren mit dem Rauchen entgültig Schluss. Auf diese Weise hat sich mein Gewicht von 68 Kg mit 18 Jahren auf 120 Kg mit 62 Jahren fast verdoppelt. Auf diesem Höhepunkt war klar, dass es so nicht weiter gehen konnte. Durch Kalorienreduktion, gezieltes Umstellen von Gewohnheiten und regelmäßigem Sport wog ich nach 9 Monaten noch 98 Kg. Nach 7 Jahren ging es zwar auf 106 Kg hoch aber immerhin ..., etwas nachhaltiger. Aktuell stehe ich unter 103 KG.

Meine Lehren aus all diesen Erfahrungen:

Wichtigste Voraussetzung für den Erfolg ist der Wille es zu schaffen, die richtige Motivation: Das Leben ist zu schön, um unnötige gesundheitliche Risiken einzugehen, und kann noch viel schöner sein. "Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll. (Georg Christoph Lichtenberg)" Bei mir hat ein leichter Schlaganfall im Sommer 2012 die Motivation noch gesteigert, weiter zu machen, durchzuhalten. Nach 1-2 Wochen stellen sich erste Erfolge ein, was zusätzlich motiviert. Hilfreich ist es, wenn das Umfeld unterstützt. Es lebt sich viel besser mit weniger Gewicht: beweglicher, fitter, Kleidung passt besser, insgesamt mehr Gesundheit, Lebensqualität.

Das Wesentlichste ist: keine Diät, sondern dauerhafte Umstellung der Gewohnheiten. Das sollte während der Gewichtsreduktionsphase etwas stärker sein, danach kann man es langsam auf ein „Gewicht Halten“ anpassen. Wenn das Gewicht wieder hoch geht, wieder gegensteuern. Die ersten 4 Tage sind die schwierigsten. Die Laune verschlechtert sich. Es fällt schwer, sich zu beherrschen und weniger zu essen. Man befreit sich von einer Sucht, hat Entzugserscheinungen. Was sind jetzt meine Regeln, die es einzuhalten gilt:

Tägliches Wiegen morgens motiviert mich. "Was gemessen wird, wird getan" Gelegentlich überkommt es mich, eine Essattacke oder ich nasche übermäßig Schokolade. Muss auch mal sein. Das verzögert das Abnehmen dann um 1-2 Tage. Danach ist aber wieder Disziplin erforderlich und Konsequenz. Nur nicht „ist jetzt sowieso egal“. Dann ist es vorbei mit dem Programm. Also nach solchen Attacken erst recht weiter durchhalten.